Deutsch English
keine Events geplant
Gast
Sheep´s TLStory
Team Laval

Wie alles begann


Es stimmte, was Landwirte im allgemeinen behaupteten: Man konnte Kühe und Schafe nicht mischen. In kleinen Gruppen standen die Paarhufer auf der Weide und beäugten sich gegenseitig misstrauisch. Ab und an meckerte ein Schaf konsterniert über eine Kuh, manchmal muhte ein gefleckter Milchlieferant abfällig auf eine Gruppe blökende Schafe.
Zwei Spezies dieser Rasse jedoch passten so gar nicht ins Bild.
Unsicher standen ein Schaf und eine Kuh auf der Weide und hielten unruhig nach dem Hirten Ausschau.
„Wie ist der nur auf diese Idee gekommen?“, fragte das Schaf ärgerlich. Ein leicht nervöser Unterton schwang in seiner meckernden Stimme mit. Die Kuh wiegte mit dem Kopf, aber das tat sie eigentlich ständig. „Weiß nich. Vermutlich ein neuer Trick, um EU-Konventionen zu umgehen.“
Schafs Kopf ruckte nach oben. Seine Augenbrauen zogen sich konsterniert zusammen, als er die Kuh misstrauisch betrachtete. „Seit wann kennst Du Dich denn mit Wirtschaft oder Politik aus?“
„Der Bauer legt die Futterkrippe immer mit alten Zeitungen aus“, erklärte Kuh stolz.
„Oh, ja klar“, kommentierte Schaf spottend. „Und beim Fressen interessiert Dich natürlich das Gedruckte!“
Kuh zuckte mit den Schultern und nahm noch ein Maul voll frisches Gras.
Diese beiden Paarhufer, die sich nicht in ihren Gruppen hielten – die von keiner anderen Gruppe geduldet wurden, kannten sich schon länger. Als die Enten noch das politische Geschehen fest im Griff hatten und Duck Country im Krieg mit Überwald war, wurden viele Kühe und Schafe rekrutiert und in einem Projekt in kleinen Spezialeinheiten hinter Feindlichen Linien abgesetzt.
Das Problem an Enten war, dass sie durchaus politischen Weitblick besaßen (Insbesondere was die Bedeutung von Gewässern anging), aber hinsichtlich militärischer Praktiken ein wenig borniert waren. Mit nur zwei Füßen und einem Paar Flügel waren für sie alle anderen Wesen mit mehr Beinen automatisch tauglich, eine Waffe zu halten.
Viele Spezialeinheiten standen also hinter den feindlichen Linien, starrten besorgt um sich und leckten unsicher über die Waffe vor ihren Hufen. Die meisten von ihnen landeten in namhaften Fast-Food Ketten.
Kuh und Schaf überlebten, weil sie angesichts panischer Angst vor Tzaziki, Ketchup und Brötchen enorme geistige Anstrengungen vollbrachten und improvisierten.
Das war lange her, und als der Staat wieder sicher in den Händen von Menschen waren (die mit ihren Daumen weit mehr bewerkstelligen konnten), landeten die beiden „Kriegshelden“ wieder auf der Weide, versuchten die Schrecken der Schlacht zu vergessen und den Gestank von Kordit.
Kriegstraumata sind bekannt dafür, die Sinne für Kampfsituationen zu sensibilisieren, meist zu ungünstigsten Augenblicken. Auf der anderen Seite stumpfte der Sinn fürs Leben ab.
Schaf bemerkte als erstes, dass alle anderen Tiere von der Weide verschwunden waren. Hektisch sah er sich um.
Hinter ihm trabte gerade die letzte Kuh hastig von der Weide.

Nicht alle Veteranen waren froh, wieder zuhause zu sein


das war ein vorgeschmack auf die 16 kapitel lange TL-Story von unserem damaligen Claneigenen Buchauthor Olka Hallwasz
weiterlesen dürft
 
 
 
 
   Stromanbieter Vergleich CMS © 2005 - 2010 by deV!L`z Clanportal - supported by Clantemplates Gasvergleich